Badestelle an der Ruhr wird wahrscheinlicher.

Mögliche Badestelle an der Ruhr Bild: Marc Gräf

Die Ruhrauen in Dahlhausen sind ein El Dorado für Freizeitsportler, Spaziergänger, Radfahrer, Angler, Kanuten und Camper. Geht es nach dem Willen der SPD, soll nun auch das Baden in Ruhr möglich werden.

Dabei gehört das Baden in der Ruhr rechtlich zu den schwierigsten Themen. Nachdem letztlich eine potentiell geeignete Stelle an der Ruhraue in Dahlhausen gefunden werden konnte, mussten rechtliche Fragestellungen geprüft und zahlreiche erforderliche Untersuchungen an dem ausgewählten Standort durchgeführt werden. So wurden an der potentiellen Badestelle Höhenprofile ermittelt sowie Strömungs- und Tiefenmessungen durchgeführt. Einen wesentlichen Aspekt stellte vor allem die Analyse der Gewässerqualität dar.

Die Untersuchungsergebnisse machen nun jedoch – entgegen der ursprünglichen Absicht einer „vereinfachten Lösung“ – die Einrichtung einer EU-Badestelle erforderlich.

Durch die Einstufung als EU-Badestelle ergeben sich weitergehende Erfordernisse. So müssen zusätzliche verkehrssichernde Maßnahmen erarbeitet werden und ein erweitertes Monitoring zur Überwachung des Badegewässerprofils, einschließlich eines „Frühwarnsystems“, geschaffen werden. Diese Voraussetzungen werden aktuell erarbeitet.

Nach Plänen der Stadt Bochum soll spätestens 2021 das Baden in der Ruhr als neues, attraktives und kostenfreies Freizeitangebot für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen. Sonja Gräf, SPD-Kandidatin für den Rat der Stadt Bochum und SPD-Bezirksvertreter Norbert Konegen sind sich sicher: „Dann würde nicht nur für viele Dahlhauser*innen ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen.“